Biarritz Strand
Grand Plange in Biarritz, Badespass im Atlantik

Biarritz liegt im Département Pyrénées-Atlantiques in der französischen Region Aquitanien. Eigentlich ist Biarritz ein verschlafener Ort, der zu seinem weltweiten Ruf als Urlaubsort der Reichen und Schönen eher zufällig gekommen ist – und bis heute meint man, den Einwohnern von Biarritz wäre es ganz recht, könnten sie weiterhin als Fischer oder Walfänger ein ruhiges Leben verbringen.

Biarritz: Vom Fischerdorf zum VIP-Strand

Wie überall im Baskenland war das Leben in Biarritz immer ein hartes, kärgliches Leben. Die karge Küstenregion ließ den Bewohnern das Leben als Fischer. Im Golf von Biarritz gab es im Mittelalter viele Wale und die Fischer der Region schlugen sich als Walfänger durch. Nicht, wie man es heute kennt mit riesigen Walfangschiffen sondern mit einfachen Booten, aus denen heraus mit Harpunen die Wale getötet wurden um dann an Land geschleppt und dort zerlegt zu werden. Bereits im 17. Jahrhundert zeigten sich vor der Küste vor Biarritz die Folgen der Waljagd – die vormals reichlich vorhandenen Wale waren abgeschlachtet und das Fischerdorf verarmte. Eigentlich hätte sich damit die Geschichte von Biarritz abschließen können, wenn nicht Mitte des 19.Jahrhunderts, genauer 1854, die Kaiserin Eugénie, Ehefrau von Napoléon III., für zwei Monate nach Biarritz kam und hier den Sommerurlaub verbrachte. Der Kaiser ließ daraufhin eine Residenz bauen in der man auch die folgenden Sommer verbringen konnte. Ein wenig Prominenz genügte dann, das auch andere Adeligen Biarritz als Sommerresidenz entdeckten, in ihrem Gefolge Künstler, Kaufleute und alles, was zur damaligen Zeit Rang und Namen hatte oder gerne gehabt hätten. Biarritz war damals so etwas, wie man heute manchmal Marbella nachsagt – ein Ort der Boheme, der Reichen und Schönen. Man sprach von dem Urlaubsort der Belle Epoche – und von diesem Ruf lebt Biarritz bis heute. Bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhundert traf man sich hier schließlich zum adeligen Sommervergnügen.

Hotels in Biarritz

Die Residenz der Kaiserin gibt es noch heute: Das Gebäude ist eines der Hotels in Biarritz, das bekannteste und teuerste. Auch die Sommervillen des Tross der Kaiserin sind immer noch vorhanden – viele nicht mehr in altem Glanz, aber alle noch mit altem Charme. Biarritz ist kein Fischerort mehr, Touristen aus aller Welt wandeln auf den Spuren der ehemaligen Prominenz. Nicht so mondän wie zu Zeiten des mondänen Zeitalter. Eine neue, attraktive Freizeitgestaltung hat zusätzlich für Touristen gesorgt: Die Strände rund um Biarritz gelten als „Hot Spots“ für Surfer. Der Tourismus hat in Biarritz den Fischfang lange als Haupteinnahmequelle abgelöst.

Foto: Michael Pfeiffer / Wikipedia, CC 1.2